Johannes Calvin
# Johannes Calvin im Unterricht: Materialien, Ideen und Arbeitsblätter für die Klassen 4–7
Lehrkräfte, die das Thema **Reformation** oder **Kirchengeschichte** im Religions- oder Geschichtsunterricht behandeln, stehen oft vor der Herausforderung, komplexe historische Figuren wie **Johannes Calvin** altersgerecht und methodisch vielfältig aufzubereiten. Besonders in den Klassen 4–7 gilt es, abstrakte theologische Konzepte mit lebensnahen Zugängen zu verbinden – etwa durch **Lückentexte, Hörverstehen oder Suchsel**. Dieser Artikel bietet **fachliche Hintergrundinformationen**, **konkrete Unterrichtsideen** und eine Analyse des **Johannes Calvin-Arbeitsblatts mit Wortspeicher**, das speziell für diese Altersgruppe entwickelt wurde.
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## Sachinformationen: Wer war Johannes Calvin?
Johannes Calvin (1509–1564) zählt neben Martin Luther zu den prägendsten Reformatoren des 16. Jahrhunderts. Seine Lehren – insbesondere die **Prädestinationslehre** und die Betonung der **Bibel als alleinige Glaubensgrundlage** – prägten die protestantische Theologie nachhaltig. Für den Unterricht ist es wichtig, Calvins Leben und Wirken in den historischen Kontext einzuordnen und seine Bedeutung für die heutige Kirche zu verdeutlichen.
### Calvins Leben: Stationen und Prägungen
Calvin wurde **1509 in Noyon (Frankreich)** geboren und wuchs in einer katholischen Familie auf. Sein Vater, ein Jurist, ermöglichte ihm eine umfassende Bildung:
- **Schulbildung**: Zunächst Privatunterricht, später Besuch einer renommierten Schule in Paris.
- **Studium**: Theologie und Rechtswissenschaften in Orléans und Bourges.
- **Begegnung mit Luther**: In Paris lernte Calvin die Schriften Martin Luthers kennen, deren Ideen ihn nachhaltig beeinflussten. Allerdings unterschieden sich ihre theologischen Schwerpunkte deutlich (siehe unten).
Nach seiner Konversion zum Protestantismus musste Calvin **1534 aus Frankreich fliehen**, da die reformatorischen Ideen dort verfolgt wurden. Er lebte zunächst in **Straßburg und Basel**, wo er sein Hauptwerk *„Institutio Christianae Religionis“* (Unterricht in der christlichen Religion) verfasste. 1536 ließ er sich in **Genf** nieder, wo er bis zu seinem Tod 1564 als Prediger und Reformator wirkte.
### Calvins Theologie: Kernpunkte für den Unterricht
Calvins Theologie lässt sich in vier zentrale Aspekte unterteilen, die auch für Schüler:innen der Klassen 4–7 verständlich aufbereitet werden können:
1. **Sola Scriptura (Allein die Schrift)**
- Wie Luther betonte Calvin die **Bibel als einzige Quelle des Glaubens**. Kirchliche Traditionen oder päpstliche Dekrete lehnte er ab.
- *Unterrichtsbezug*: Vergleich mit Luthers 95 Thesen – Wo gibt es Gemeinsamkeiten, wo Unterschiede?
2. **Prädestinationslehre**
- Calvin vertrat die Ansicht, dass Gott bereits vor der Geburt eines Menschen entscheidet, ob dieser erlöst wird oder nicht. Diese Lehre war umstritten und prägte das calvinistische Arbeitsethos („Gottgefälligkeit durch Fleiß“).
- *Vereinfachung für den Unterricht*: „Calvin glaubte, dass Gott schon weiß, wer in den Himmel kommt – aber wir können durch ein gutes Leben zeigen, dass wir zu den Auserwählten gehören.“
3. **Kirchenordnung und Gemeindeleben**
- In Genf führte Calvin eine **strenge Kirchenzucht** ein: Predigten, Gottesdienste und das tägliche Leben wurden nach biblischen Maßstäben geregelt. Tanz, Glücksspiel und „unmoralische“ Kleidung waren verboten.
- *Aktualitätsbezug*: Diskussion über Regeln – Warum gibt es heute noch Verbote (z. B. in Schulen oder Kirchen)?
4. **Bildung und Schule**
- Calvin gründete in Genf eine **Akademie**, die später zur Universität wurde. Er sah Bildung als Mittel, um die Bibel zu verstehen und den Glauben zu verbreiten.
- *Anknüpfungspunkt*: Bedeutung von Bildung heute – Warum gehen wir zur Schule?
### Calvins Einfluss auf Europa
Calvins Ideen verbreiteten sich rasant:
- **Frankreich**: Entstehung der **Hugenotten** (französische Protestanten), die später verfolgt wurden.
- **Niederlande und Schottland**: Calvinistische Gemeinden prägten die Reformation in diesen Ländern.
- **Nordamerika**: Puritaner (calvinistische Siedler) brachten die Lehren in die Neue Welt.
Für den Unterricht eignet sich hier ein **Vergleich mit Luther**: Während Luther vor allem in Deutschland und Skandinavien wirkte, hatte Calvin größeren Einfluss in Westeuropa und den USA.
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## Unterrichtsideen und Methoden
Das Thema **Johannes Calvin** lässt sich in einer **Doppelstunde** oder als Teil einer Unterrichtsreihe zur Reformation behandeln. Im Folgenden werden **konkrete Methoden** für Einstieg, Erarbeitung und Sicherung vorgestellt – inklusive des Einsatzes des **Johannes Calvin-Arbeitsblatts**.
### Einstieg: Aktivierung von Vorwissen
1. **Bildimpuls**
- Zeigen Sie ein **Porträt Calvins** (z. B. aus dem [Klexikon](https://klexikon.zum.de/wiki/Johannes_Calvin)) und fragen Sie:
- *„Wer könnte das sein? Wie alt schätzt ihr ihn? Was verrät sein Gesichtsausdruck über seinen Charakter?“*
- Sammeln Sie die Ideen an der Tafel und vergleichen Sie sie später mit den historischen Fakten.
2. **Mindmap „Reformation“**
- Die Klasse erstellt gemeinsam eine Mindmap mit Begriffen wie *„Martin Luther“, „Bibel“, „Kirche“, „Glauben“*. Fragen Sie: *„Kennt ihr noch andere Reformatoren außer Luther?“*
- Calvin kann hier als „zweiter wichtiger Reformator“ eingeführt werden.
3. **Zitat als Gesprächsanlass**
- Zeigen Sie ein Zitat Calvins (z. B. *„Gott allein ist der Herr unseres Gewissens“*) und diskutieren Sie:
- *„Was könnte Calvin damit meinen? Wie unterscheidet sich das von der katholischen Kirche?“*
### Erarbeitung: Methodenvielfalt
#### 1. **Einsatz des Johannes Calvin-Arbeitsblatts**
Das **[Johannes Calvin-Arbeitsblatt mit Lückentext, Wortspeicher und Suchsel](https://eduki.com/de/material/2048701/johannes-calvin-lueckentext-mit-wortspeicher-hoerverstehen-und-suchsel)** eignet sich besonders für die **Klassen 4–7** und bietet mehrere Zugänge:
- **Lückentext mit Wortspeicher**
- Die Schüler:innen füllen mithilfe des Wortspeichers (z. B. *„Frankreich“, „Theologie“, „Predigten“*) einen Text zu Calvins Leben aus. Dies trainiert **Leseverstehen** und **Fachbegriffe**.
- *Differenzierung*:
- **Leichter**: Wortspeicher mit Bildern ergänzen (z. B. Flagge Frankreichs).
- **Schwerer**: Wortspeicher weglassen und Begriffe selbst finden lassen.
- **Hörverstehen**
- Der Text kann vorgelesen werden, während die Schüler:innen die Lücken füllen. Dies schult **auditive Wahrnehmung** und eignet sich besonders für **DaZ/DaF-Lernende**.
- **Suchsel**
- Im Wortgitter versteckte Begriffe (z. B. *„Genf“, „Reformation“, „Bibel“*) müssen gefunden und zugeordnet werden. Dies festigt **Rechtschreibung** und **Fachvokabular**.
*Tipp*: Kombinieren Sie das Arbeitsblatt mit einer **Partnerarbeit**: Ein Kind liest den Text vor, das andere füllt die Lücken aus.
#### 2. **Rollenspiel: „Calvin in Genf“**
- Die Klasse wird in Gruppen eingeteilt:
- **Calvin und seine Anhänger**: Erklären die neuen Regeln (z. B. *„Kein Tanzen mehr!“*).
- **Genfer Bürger:innen**: Reagieren mit Zustimmung oder Protest.
- **Katholische Geistliche**: Argumentieren gegen Calvins Lehren.
- *Lernziel*: Perspektivwechsel und Diskussion über **Regeln und Freiheit**.
#### 3. **Vergleich Luther vs. Calvin**
- Erstellen Sie eine **Tabelle** an der Tafel mit den Spalten *„Luther“* und *„Calvin“*. Die Schüler:innen sammeln Unterschiede und Gemeinsamkeiten:
| Aspekt | Martin Luther | Johannes Calvin |
|-----------------|-----------------------------|------------------------------|
| **Geburtsort** | Eisleben (Deutschland) | Noyon (Frankreich) |
| **Beruf** | Mönch, Professor | Jurist, Theologe |
| **Hauptwerk** | 95 Thesen | „Institutio“ |
| **Kirchenzucht**| Nein | Ja (strenge Regeln in Genf) |
#### 4. **Kreatives Schreiben: „Ein Tag in Genf“**
- Die Schüler:innen schreiben einen **Tagebucheintrag** aus der Perspektive eines Genfer Kindes im Jahr 1540:
- *„Heute hat Calvin wieder eine lange Predigt gehalten. Meine Mutter sagt, wir dürfen nicht mehr…“*
- *Variante*: Comic zeichnen mit Sprechblasen.
### Sicherung: Festigung des Gelernten
1. **Quiz mit Kahoot oder LearningApps**
- Erstellen Sie ein digitales Quiz mit Fragen wie:
- *„In welchem Land wurde Calvin geboren?“* (Frankreich)
- *„Was bedeutet ‚Prädestination‘?“* (Vorherbestimmung durch Gott)
- *„Warum musste Calvin aus Frankreich fliehen?“* (Verfolgung der Protestanten)
2. **Lernplakat gestalten**
- Gruppen erstellen Plakate zu Calvins Leben, Theologie oder Einfluss. Diese können im Klassenzimmer ausgestellt werden.
3. **Brief an Calvin**
- Die Schüler:innen schreiben einen Brief an Calvin mit Fragen wie:
- *„Warum waren Ihre Regeln so streng?“*
- *„Was würden Sie heute anders machen?“*
### Differenzierung und DaZ/DaF
- **Sprachliche Unterstützung**:
- **Bildkarten** zu Schlüsselbegriffen (z. B. *„Predigt“, „Reformation“*) anbieten.
- **Satzanfänge** vorgeben (z. B. *„Calvin glaubte, dass…“*).
- **Inhaltliche Differenzierung**:
- **Leichter**: Fokus auf Calvins Leben (Biografie).
- **Schwerer**: Theologische Konzepte wie Prädestination vertiefen.
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## Häufige Suchfragen zu Johannes Calvin
### „Johannes Calvin einfach erklärt für Klasse 4–7“
Für jüngere Schüler:innen sollte Calvins Leben und Wirken in **einfachen Sätzen** und mit **anschaulichen Beispielen** vermittelt werden. Hier eine kindgerechte Zusammenfassung:
- **Wer war Calvin?**
Johannes Calvin war ein **französischer Reformator**, der vor etwa 500 Jahren lebte. Er wollte die Kirche verändern, so wie Martin Luther. Allerdings hatte er andere Ideen – zum Beispiel, dass Gott schon vorher weiß, wer in den Himmel kommt.
- **Sein Leben in 5 Stationen**:
1. **Geboren in Frankreich** (1509): Calvin wuchs in einer katholischen Familie auf.
2. **Studium**: Er lernte Theologie und Jura, ähnlich wie ein Pfarrer und Anwalt heute.
3. **Flucht aus Frankreich**: Weil er Protestant wurde, musste er das Land verlassen.
4. **Genf**: Hier wurde er Prediger und führte strenge Regeln ein.
5. **Tod** (1564): Calvin starb in Genf, aber seine Ideen verbreiteten sich in ganz Europa.
- **Was ist heute noch wichtig?**
- Calvins Betonung der **Bibel** prägt bis heute protestantische Kirchen.
- Seine Idee, dass **Bildung wichtig ist**, führte zur Gründung von Schulen.
- In Ländern wie den USA oder den Niederlanden gibt es noch heute calvinistische Gemeinden.
*Tipp für den Unterricht*:
- **Vergleich mit Luther**: *„Luther und Calvin waren wie zwei Chefs einer Firma – beide wollten die Kirche verbessern, aber auf unterschiedliche Weise.“*
- **Aktualitätsbezug**: *„Stellt euch vor, eure Lehrerin würde sagen: ‚Ab heute darf niemand mehr lachen!‘ – So ähnlich streng waren Calvins Regeln.“*
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### „Johannes Calvin Unterrichtseinstieg: Ideen für die erste Stunde“
Ein gelungener Einstieg weckt Neugier und stellt einen **Bezug zur Lebenswelt der Schüler:innen** her. Hier drei erprobte Ideen:
#### 1. **„Regeln in der Schule – wer entscheidet?“**
- **Ablauf**:
1. Die Klasse sammelt **aktuelle Schulregeln** (z. B. *„Handyverbot“, „Pünktlichkeit“*).
2. Diskussion: *„Wer hat diese Regeln gemacht? Warum gibt es sie? Was passiert, wenn man sie bricht?“*
3. Überleitung zu Calvin: *„Vor 500 Jahren hat ein Mann namens Calvin in Genf ganz ähnliche Regeln für die ganze Stadt eingeführt – aber viel strenger!“*
- **Lernziel**: Verständnis für **Kirchenzucht** und **Autorität**.
#### 2. **„Was wäre, wenn…?“ – Ein Gedankenexperiment**
- Fragen Sie die Klasse:
- *„Was wäre, wenn eure Eltern plötzlich sagen: ‚Ab heute dürft ihr nur noch einmal pro Woche Süßigkeiten essen!‘?“*
- *„Wie würdet ihr reagieren? Würdet ihr euch an die Regel halten?“*
- **Transfer**: *„Genau so ging es den Menschen in Genf, als Calvin neue Regeln einführte.“*
#### 3. **„Detektivspiel: Wer ist das?“**
- Zeigen Sie ein **verpixelte Porträt Calvins** und geben Sie Hinweise:
- *„Er lebte vor 500 Jahren.“*
- *„Er kam aus Frankreich, aber er starb in der Schweiz.“*
- *„Er schrieb ein berühmtes Buch über den christlichen Glauben.“*
- Die Schüler:innen raten, wer gemeint ist.
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### „Johannes Calvin Arbeitsblatt mit Lösungen: Wie setze ich es ein?“
Das **[Johannes Calvin-Arbeitsblatt](https://eduki.com/de/material/2048701/johannes-calvin-lueckentext-mit-wortspeicher-hoerverstehen-und-suchsel)** ist für **45–90 Minuten** konzipiert und kombiniert verschiedene Methoden. Hier eine **detaillierte Einsatzanleitung**:
#### Vorbereitung
- **Material**:
- Arbeitsblatt (ausgedruckt oder digital).
- Wortspeicher (ggf. als separate Karteikarten).
- Stifte, Lineal (für das Suchsel).
- **Differenzierung**:
- **Klasse 4–5**: Wortspeicher nutzen, Hörverstehen anbieten.
- **Klasse 6–7**: Wortspeicher weglassen, zusätzliche Rechercheaufgabe (z. B. *„Finde heraus, was ‚Prädestination‘ bedeutet“*).
#### Ablauf
1. **Einführung (10 Min.)**
- Kurzer Lehrervortrag zu Calvins Leben (max. 5 Min.).
- Zeigen Sie eine **Zeitleiste** mit den wichtigsten Daten (Geburt, Flucht, Genf, Tod).
2. **Lückentext (15 Min.)**
- Die Schüler:innen lesen den Text und füllen die Lücken mit dem Wortspeicher.
- *Tipp*: Bei DaZ-Lernenden den Text **vorlesen** und unbekannte Wörter erklären.
3. **Hörverstehen (10 Min.)**
- Der Text wird **langsam vorgelesen**, während die Schüler:innen die Lücken ergänzen.
- *Variante*: Ein Kind liest vor, die anderen hören zu.
4. **Suchsel (10 Min.)**
- Die Schüler:innen suchen die Begriffe im Wortgitter und markieren sie.
- *Lösungskontrolle*: Begriffe an der Tafel sammeln.
5. **Vertiefung (10 Min.)**
- **Gruppenarbeit**: Jede Gruppe erklärt einen Begriff aus dem Suchsel (z. B. *„Was ist eine Predigt?“*).
- **Kreativaufgabe**: *„Erfindet ein eigenes Suchsel mit 5 Begriffen zu Calvin!“*
#### Lösungen zum Arbeitsblatt
- **Lückentext**:
Johannes Calvin war ein wichtiger Mann, der vor langer Zeit die Kirche verändern wollte. Er wurde im Jahr 1509 in **Frankreich** geboren und starb 1564. Seine **Familie** sprach Französisch, und er wuchs im katholischen Glauben auf. Als Calvin fünf Jahre alt war, starb seine Mutter. Zuerst unterrichtete ihn ein Lehrer zu Hause, später ging er auf eine besondere Schule. Dort beschäftigte er sich mit **Theologie** und Rechten. In Paris traf er Martin Luther, dessen Ideen ihn sehr beeindruckten. Calvin fand **Gefallen** an Luthers Gedanken, doch in Frankreich war das damals nicht erlaubt. Deshalb musste er das Land verlassen und lebte erst in anderen französischen **Städten**, später in der Schweiz. In Basel studierte er **Theologie**, das bedeutet, er lernte viel über Gott und die Bibel. Außerdem schrieb er Bücher, in denen er erklärte, wie der Glaube seiner Meinung nach aussehen sollte. Schließlich zog Calvin nach Genf, wo er mit 31 Jahren **Idelette** de Bure heiratete. Seine Vorstellungen davon, wie Christen leben sollten, waren sehr streng. Er hielt klare **Predigten** und sorgte dafür, dass seine Regeln in der Stadt befolgt wurden.
- **Suchsel**:
Gesucht werden: *Frankreich, Theologie, Genf, Predigten, Reformation, Bibel, Calvin, Schweiz*.
#### Tipps für die Nachbereitung
- **Fehleranalyse**: Besprechen Sie typische Fehler (z. B. Verwechslung von *„Theologie“* und *„Theater“*).
- **Transfer**: *„Welche Regeln Calvins findet ihr gut, welche nicht? Warum?“*
- **Hausaufgabe**: *„Recherchiere: Was ist heute noch calvinistisch?“*
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## FAQ: Häufige Lehrerfragen zu Johannes Calvin
### **1. Warum ist Calvin für den Unterricht relevant? Er wird doch oft neben Luther „übersehen“.**
Calvin ist aus drei Gründen wichtig:
- **Historisch**: Er prägte die Reformation in Westeuropa und Nordamerika – anders als Luther, dessen Einfluss sich auf Deutschland und Skandinavien konzentrierte.
- **Theologisch**: Seine Lehren (z. B. Prädestination) sind zentral für das Verständnis protestantischer Strömungen wie **Puritanismus** oder **Reformierte Kirchen**.
- **Aktualitätsbezug**: Calvins Betonung von **Bildung** und **Gemeindeautonomie** lässt sich mit heutigen Themen verknüpfen (z. B. *„Warum gibt es Schulen?“*).
*Tipp*: Stellen Sie Calvin als **„Reformator der zweiten Generation“** vor – nach Luther, aber mit eigenen Ideen.
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### **2. Wie erkläre ich die Prädestinationslehre kindgerecht?**
Die Prädestinationslehre ist komplex, lässt sich aber vereinfachen:
- **Bildhaft**: *„Stellt euch vor, Gott hat ein großes Buch, in dem schon vor eurer Geburt steht, ob ihr in den Himmel kommt oder nicht. Aber wir wissen nicht, was in dem Buch steht – deshalb sollen wir trotzdem ein gutes Leben führen.“*
- **Vergleich**: *„Wie bei einer Schulklasse: Der Lehrer weiß schon am Anfang des Jahres, wer die Einsen schreiben wird. Aber die Schüler müssen trotzdem lernen.“*
- **Kritik einbauen**: *„Viele Menschen fanden diese Idee unfair. Was denkt ihr?“*
*Material-Tipp*: Das **[Johannes Calvin-Arbeitsblatt](https://eduki.com/de/material/2048701/johannes-calvin-lueckentext-mit-wortspeicher-hoerverstehen-und-suchsel)** erwähnt die Prädestination nicht explizit – für vertiefende Einheiten eignen sich **Zitate Calvins** oder **Gegenpositionen** (z. B. *„Gott gibt uns die Freiheit, uns zu entscheiden“*).
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### **3. Gibt es aktuelle Bezüge zu Calvins Ideen?**
Ja, mehrere:
- **Arbeitsethos**: Calvins Betonung von **Fleiß und Sparsamkeit** prägte den Kapitalismus (Max Weber: *„Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“*).
- *Unterrichtsidee*: *„Warum arbeiten wir? Nur für Geld – oder auch für Gott?“*
- **Kirchenstrukturen**: Reformierte Gemeinden haben oft **keine Bischöfe**, sondern gewählte Älteste – ähnlich wie demokratische Entscheidungsprozesse.
- **Bildung**: Calvins Akademie in Genf war eine der ersten **öffentlichen Schulen** Europas.
- *Aktualitätsbezug*: *„Warum gibt es heute sofort einsetzbare Schulen?“*
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### **4. Wie kann ich das Thema für DaZ-Lernende aufbereiten?**
- **Sprachliche Vereinfachung**:
- **Wortfelder** vorentlasten (z. B. *„Kirche“, „Glaube“, „Regel“*).
- **Bildkarten** nutzen (z. B. für *„Predigt“, „Flucht“, „Bibel“*).
- **Methoden**:
- **Hörverstehen** (wie im Arbeitsblatt) ist ideal, da es keine Lesekompetenz voraussetzt.
- **Rollenspiele** (z. B. *„Calvin erklärt seine Regeln“*) fördern die mündliche Sprachproduktion.
- **Differenzierte Texte**:
- Kürzere Sätze, einfache Wörter (z. B. *„Calvin wollte die Kirche besser machen“* statt *„Calvin strebte eine Reform der ecclesia an“*).
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### **5. Wo finde ich weitere Materialien zu Calvin?**
Neben dem **[Johannes Calvin-Arbeitsblatt](https://eduki.com/de/material/2048701/johannes-calvin-lueckentext-mit-wortspeicher-hoerverstehen-und-suchsel)** gibt es:
- **Primärquellen**:
- Auszüge aus Calvins *„Institutio“* (für ältere Schüler:innen).
- Briefe Calvins (z. B. an den französischen König).
- **Sekundärliteratur**:
- [Klexikon-Artikel](https://klexikon.zum.de/wiki/Johannes_Calvin) (CC BY-SA 4.0, sofort einsetzbar nutzbar).
- *„Calvin für Kinder“* (Buch von Roland Werner, Verlag SCM Hänssler).
- **Digitale Tools**:
- **LearningApps**: Interaktive Quizze erstellen (z. B. *„Leben Calvins – richtig oder falsch?“*).
- **Padlet**: Gemeinsame Sammlung von Calvins Regeln in Genf.
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## Zusammenfassung: Johannes Calvin im Unterricht
- **Wer?** Johannes Calvin (1509–1564), französischer Reformator, prägte die protestantische Theologie.
- **Wichtige Stationen**:
- Geburt in Frankreich, Studium der Theologie und Jura.
- Flucht nach Basel und Genf, wo er strenge Kirchenregeln einführte.
- Hauptwerk: *„Institutio Christianae Religionis“*.
- **Theologische Schwerpunkte**:
- Sola Scriptura (Allein die Bibel).
- Prädestinationslehre (Vorherbestimmung durch Gott).
- Strenge Kirchenzucht (Regeln für das tägliche Leben).
- **Unterrichtsmethoden**:
- **Lückentext, Hörverstehen, Suchsel** (z. B. mit dem [Johannes Calvin-Arbeitsblatt](https://eduki.com/de/material/2048701/johannes-calvin-lueckentext-mit-wortspeicher-hoerverstehen-und-suchsel)).
- **Rollenspiele, Vergleich Luther vs. Calvin, kreative Schreibaufgaben**.
- **Differenzierung**:
- Sprachliche Unterstützung für DaZ-Lernende (Bildkarten, Hörverstehen).
- Inhaltliche Vertiefung für ältere Schüler:innen (Prädestination, Einfluss auf Europa).
- **Aktualitätsbezug**:
- Calvins Ideen prägen bis heute **Bildung, Arbeitsethos und Kirchenstrukturen**.
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## Abschluss: Materialempfehlung
Für eine **altersgerechte und methodisch abwechslungsreiche** Behandlung des Themas **Johannes Calvin** im Unterricht empfehlen wir das **[Johannes Calvin-Arbeitsblatt mit Lückentext, Wortspeicher, Hörverstehen und Suchsel](https://eduki.com/de/material/2048701/johannes-calvin-lueckentext-mit-wortspeicher-hoerverstehen-und-suchsel)**. Es eignet sich besonders für die **Klassen 4–7** und lässt sich flexibel in **Religions- oder Geschichtsunterricht** integrieren.
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